Bücher

Roman
Hardcover
160 Seiten
Berlin Verlag, erschienen am 1. März 2017
[D] € 16,00, [A] € 16,50
ISBN: 978-3-8270-1348-4

Leseprobe

Hier sind Drachen

14. November 2015: Am Morgen nach den verheerenden Terroranschlägen von Paris macht sich die Reporterin Caren auf den Weg in die französische Hauptstadt. Doch ihr Flug verzögert sich, die Lage ist angespannt, am Heathrow Airport herrscht nach einem anonymen Anruf Alarmbereitschaft. Die bedrohliche Situation und wachsende Nervosität der Sicherheitsbeamten bringen Carens älteren Sitznachbarn allerdings nicht aus der Ruhe, stoisch liest er weiter in Wittgensteins »Tractatus«. Der gleichermaßen unbefangene wie charismatische Philosoph und Zufallsforscher verwickelt Caren, mit deren Gelassenheit es seit Monaten nicht zum Besten steht, in ein faszinierendes Gespräch. Und offeriert ihr dabei – zufällig oder absichtsvoll? – die unmögliche Geschichte, nach der die Journalistin ihr Leben lang gesucht hat.

Pressestimmen

»Husch Josten (...) schafft ein beeindruckendes Spiel um Sein und Schein. Es ist ein Buch, das auf allerengstem Raum existenzielle Fragen thematisiert, die Wirklichkeit aufspießt, analysiert und hinterfragt.« Peter Henning, SPIEGEL online, 10. März 2017
»Husch Josten formuliert auf den Punkt (...). Allein deswegen ist dieses Buch schon so lesenswert. Aber auch inhaltlich wirft uns die Autorin nicht irgendetwas Beliebiges vor, sondern eine Geschichte voller anspruchsvoller, kluger - ja philosophischer - Gedankengänge.« Annkathrin Bornholdt, NDR-Lesezeit, 28. Februar 2017
»Es sind existentielle Themen, um die es Husch Josten geht. Sie weiß, an welchen Strippen sie ziehen muss, um ihre Leser in Atem zu halten und zu überrumpeln. (…) Ein starkes Buch, das zum Nach- und Weiterdenken anregt, auf der Suche nach den weißen Flecken im eigenen Leben.« Carolin Courts, WDR 5 Scala - Bücher, 18. April 2017
»Husch Josten spürt in “Hier sind Drachen“ auf kluge Weise der allgemeinen Verunsicherung nach, (…) kleidet Erkenntnistheorie ins elegante Gewand einer Erzählung vom Warten und Lieben.(…) eine Geschichte, an der auch Wittgenstein, der echte, seine Freude gehabt hätte.« Christian Bos, Kölner Stadt-Anzeiger, 7. April 2017
»Speziell an diesem Buch ist natürlich die aktuelle Thematik, und Husch Josten hat das Buch sehr spannend konzipiert. (...) Es ist so gut geschrieben, dass es wirklich ein Lesegenuss ist.« Christina Graf, Radio 1, 2. März 2017
»Husch Josten kitzelt das Gehirn mit klugen Geschichten auf knappem Raum, die so anspruchsvoll wie unterhaltsam sind. (…) Ihre Drachen können lächeln.« Brigitte Schmitz-Kunkel, Kölnische Rundschau, 11. März 2017
»Husch Josten gelingt in ihrem neuen Werk eine faszinierende Geschichte, die gesellschaftliche und private Momente miteinander verwebt. Es entsteht ein dichter Roman und ein Element ergibt das nächste, wie in einer guten Komposition.« Barbara Freitag, Buchkultur, Heft 171, April/Mai 2017
»Dieser Roman hat Tiefe. Literarische, philosophische Tiefe.« Aachener Zeitung, 11. April 2017
»Husch Jostens teils essayistische, teils ausdrucksstarke Momentaufnahme einer intellektuell weitschweifigen Frau fängt nicht nur das Alltägliche ein, sondern entwirft ein atmosphärisch engmaschiges Panoptikum, das nicht nur auf subjektivem Empfinden beruht, sondern sich besonders dem weltpolitischen Zeitkolorit der 2010er Jahre verpflichtet sieht. Dabei entwickelt die Autorin ein umsichtiges Sprachsensorium für die Poetik der Kürze, in der sich Abruptes, Nachträgliches und Impulsives miteinander vermengen – und man den gewiss überambitionierten Anspruch des Buches freundlich übersehen darf.« Marcus Böhm, KulturErnten, 23. Mai 2017
»Schichten über Schichten von Szenarien überlagern sich in diesem Roman, der schmal aussieht, aber den Leser mit enormer Dichte in vertrackte Wendungen einwebt, ihn in die falsche Richtung schickt und wieder umkehren lässt, bis ihm schwindlig wird. (…) Man staunt über die Nebelwand, die die Autorin kunstvoll unprätentiös aufbaut, um sie dann als Illusion zwischen Spiegelwänden aufzulösen. (…) Ein komplexes Buch, das am Ende einen erstaunlichen Fluchtpunkt findet.« Christiane Pfau, Münchner Feuilleton, Nr. 63 Mai/Juni 2017

Weiterführendes